Restorative Circles

Ein Kreisgespräch (Restorative Circle) ist ein Prozess, der Gruppen und Gemeinschaften darin unterstützt, Konflikte friedlich zu lösen und die Möglichkeit zu nutzen das Miteinander für die Zukunft bereichernd zu gestalten. Sie wurden von Dominic Barter in Zusammenarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Brasilien entwickelt.

Bei den Kreisgesprächen steht das Hören und Gehört-Werden im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller Teilnehmer. Begegnungen auf Augenhöhe werden ermöglicht, weil jedem der gleiche Raum zur Verfügung gestellt wird, es keine Rechtfertigungen gibt und keine Urteile gefällt werden. Das Gehört werden und zuhören, fördert Verbindung und Vertrauen, so werden Kreativität und Einfühlung gefördert, um Konflikte bereichernd zu lösen.

Sie sind jedem zugänglich und bieten den Raum in geschützter Atmosphäre ein neues Miteinander zu erleben, um dieses Miteinander dann im Alltag lebendig werden zu lassen. Die Kreisgespräche sind ein Trainingsraum in dem wir unsere Unsicherheiten und Ängste überwinden können, um gemeinsam Neues zu lernen.

Dieser Schutzraum besteht aus drei Teilen: Vorkreis, Gesprächskreis und Nachkreis. Im Vorkreis wird der Konflikt benannt, die Beteiligten gefunden und durch einfühlendes Zuhören auf das Kreisgespräch vorbereitet. Im Gesprächskreis wird der benannte Konflikt dann durch Zuhören und Verständnis für die unterschiedlichen Positionen gelöst, indem bereichernde Abmachungen getroffen werden. Im Nachkreis wird nach einer vereinbarten Zeit, gefeiert was gut geklappt hat und korrigiert was nicht den gewünschten Erfolg brachte.

Die Einführung der restorative circles in einer Gemeinschaft findet über mehrere Workshops statt, in denen die Methode vorgestellt wird und Menschen aus der Gemeinschaft als Begleiter für die restorative circles ausgebildet werden.

Ansprechpartner: Tom Steffen (Kontakt)